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30. April 2006 bis 27. Mai 2006

Rathaus der Stadt Gehrden

 

Kerstin Henschel - Malerei

Bilder einer Ausstellung ... >>> hier

 

Aus dem Katalog (36 Seiten):

Kunst ist reine Anschauung eines Schauspiels von  Formen, bei dem der Zufall ausgeschlossen ist. 

-  Walter Hess -

 

Denn vergessen Sie nicht, dass die Kunst nur ein Weg ist, nicht ein Ziel.

-  Rainer Maria Rilke -

 

 

 

 

 

ohne Titel, Acryl auf Nessel, 2005, 70 x 140 cm >>

Kerstin Henschel – Malerei

 

Fernab jeder Nachahmung und Wiederholung von Natur, dem Erlebnis von Farbe und Spontaneität verhaftet, arbeitet die Künstlerin Kerstin Henschel.

 

Kratzen - schaben - auslöschen - auswaschen -  übermalen - Reduktion als Prinzip von  Präsenz und Bewegungsspirale, Expansion  eines flächigen Raumes, lineare Figurationen ertanzen Rhythmus und Zeit.

 

Leichtigkeit und Eleganz sind ihre Partner. Schnelligkeit – ein Wettlauf zwischen Künstler und Bildidee bestimmt Intensität und Figur.

 

Kerstin Henschel gestaltet ein primär sichtbares Bildgefüge, reduziert durch intensive Subtraktion der aufgetragenen Farbpigmente vordergründig Sichtbares und befreit  Unsichtbares.

 

Der Kunstverein Gehrden präsentiert mit dieser Ausstellung eine Künstlerin, die Malerei kompromisslos auf Farbe und Linie reduziert. Eine gegenstandslose Auseinandersetzung der malerischen Grundelemente: Form und Fläche wird deutlich. Subtil reduzierte Malerei wird zum schwerelosen, sich endlos auffächernden Flächengerüst. Dieser experimentelle Entstehungsprozess der Malerei von Kerstin Henschel – der Wettlauf zwischen Farbauftrag und Farbreduktion – lassen ihn zur Performance werden, wobei das entstandene Bild zum genetischen Fingerabdruck wird.

 

Die Gegenüberstellung gegenständlicher Malerei und freier experimenteller Gestaltung ist Anliegen des Kunstvereins, denn nur durch diese Zwiesprache kann eine Annäherung an Kunst entstehen. Das gegen-standslose  Bild als Illusion der Wirklichkeit hilft dem Betrachter eigene Bilder zu formen und zu erkennen. So werden Wahrnehmungsräume aufgeschoben, die in endloser Bewegung rennen und flüchten und doch festgehalten werden wollen.

 

 

 

 

Angelika Salfeld

Kunstverein Gehrden

 

 

<< ohne Titel (Der Ungläubige), Acryl auf Nessel, 2000, 240 x 130 cm


ã Salfeld