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· · · Aaron Vidal Martinez   Die letzten Paradiese.

 

 

 

Zur Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, den 22. Mai 2005, um 12 Uhr,

im Rathaus Gehrden laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

 

In die Ausstellung führt ein

Tina Lüers, Göttingen

Grußworte sprechen

Enrique Sardá VALLS, Generalkonsul des Köngreichs Spanien

Heinrich Berkefeld, Bürgermeister der Stadt Gehrden

 

Vom 22. Mai 2005 bis zum 18. Juni 2005, im Rathaus der Stadt Gehrden, Kirchstraße 1-3, 30989 Gehrden.

Öffnungszeiten: Mo - Fr 8 - 12 Uhr, Do 15 - 18 Uhr, Sa 11 - 16 Uhr

 

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Die letzten Paradiese

Aaron Vidal Martinez

In Europa ist die Sehnsucht nach einer Welt voller Unschuld, Liebe und Harmonie zum ersten Mal in Hesiods Mythos von den fünf Weltzeitaltern formuliert worden. Am Anfang aller Zeiten stand das Goldene Zeitalter. Abseitig hingegen müssen „die letzten Paradiese“ liegen, die Vorstellung von der greifbar existierenden ersehnten Ferne ist nie von realen Erfahrungen eingeholt worden. „Paradies perdu“ schrieb Gaugin in eines seiner letzten grafischen Blätter. 
Ein Hoffen auf ein transzendentales, zurückgebliebenes oder zukünftiges Eldorado  hat auch der in Spanien geborene und ausgebildete Maler Aaron Vidal Martinez nicht im Sinn. Ironisierend und kritisierend ersteht Konsumarkadien, alles andere als ein Ort des Wohlfühlens, die Glückseligkeit bliebe im Halse stecken. Der seit zwei Jahren in Deutschland lebende Künstler collagiert Ausschnitte der Bildmedien der 60er Jahre und setzt sie überaus präzise in Malerei um. Formal an das klassische Polyptychon gemahnend schafft er Serien wie Einzelbilder, deren inhaltlicher Überschuss diskursive Schnittstellen bezeichnet. Die gegenständlich-kritische Position äußert sich in der zwar klaren Benennbarkeit der Dinge, ihrer Geschichtlichkeit mithin der räumlichen Verweise und der dennoch entstehenden Möglichkeit zur Irritation und Bedeutungsverschiebung. Aaron Vidal Martinez vertritt eine junge, suggestive und politische Position, die sich den neueren realistischen Tendenzen der letzten Jahre nur zum Teil anverwandelt und sie durch ein sehr eigenes ausbaufähiges Moment zu überwinden vermag. 
 

Tina Lüers

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


(c) Salfeld